Die Ergotherapeutinnen Frau Rösch (links) und Frau Bergmann führen gemeinsam eine Übung am Ringbaum zur Verbesserung von Beweglichkeit, Koordination und Kraft aus.

In Deutschland haben laut Statistik 2,5 Prozent aller Erwachsenen bereits einen Schlaganfall erlitten – knapp jeder 40. Deutsche. Erst kürzlich erlitt eine bekannte Influencerin einen Stroke – mit gerade einmal 26 Jahren. Die Meldung verbreitete sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer und schuf sicherlich ein erneutes Bewusstsein für die lebensgefährliche neurologische Notfallsituation. Behandeln lassen sich Schlaganfälle – bei rechtzeitiger Erkennung – mittlerweile gut. So auch im Christophsbad Göppingen, wo das Ärzteteam auf der sogenannten Stroke Unit mittels einer Thrombolyse bereits so manchem Patienten das Leben gerettet hat. Zudem sind das Pflegepersonal, die Physiotherapeuten sowie die Logopäden bestens für die entsprechende Nachsorge geschult. Eine Disziplin wird dabei jedoch in der allgemeinen Betrachtung immer etwas stiefmütterlich behandelt: die Ergotherapie. Was diese leisten kann und inwiefern sie für eine Genesung der Patienten unabdingbar ist, soll nun im Fokus stehen.

Die Ergotherapie zählt zu den medizinischen Heilberufen und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Soll heißen: die Betreuung vom Säuglingsalter bis hin zur Palliativbegleitung. Ziel der ergotherapeutischen Maßnahmen ist in jedem Fall die (Wieder-)Herstellung körperlicher, geistiger und psychischer Funktionen, die den Patienten aufgrund von Krankheit, Verletzung oder Behinderung abhandengekommen sind – oder im Falle von Entwicklungsstörungen noch nicht korrekt ausgebildet wurden. Die Therapieinhalte sind dabei breit gefächert: Von Selbsthilfetraining mit Wasch-, Anzieh- und Esstraining über Förderung der motorischen Beweglichkeit durch gezielte Tätigkeiten, eine Stimulation der Sinnesorgane, um die Selbstwahrnehmung zu verbessern bis hin zur Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten wie Konzentration, Orientierung und Gedächtnistraining ist alles mit dabei.

All dies leisten auch die Ergotherapie-Teams im Klinikum Christophsbad. Besonders herausfordernd ist die Aufgabe im Bereich der Frührehabilitation, wie Sandra Pfister, leitende Ergotherapeutin betont: „Hier steht die Versorgung schwerstbetroffener Menschen im Vordergrund. Also Patienten, die beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls, einer Blutung oder eines Schädelhirntraumas mit schwerwiegenden neurologischen Einschränkungen zu kämpfen haben.“ In vielen Fällen sei diesen Personen die selbstständige Bewältigung des Alltags aufgrund motorischer oder kognitiver Einschränkungen nicht mehr möglich. „Eine intensive Betreuung durch ein multiprofessionelles Team, zu dem auch wir Ergotherapeuten gehören, hilft den Betroffenen dann bei der Genesung während der stationären Frührehabilitation, deren Dauer durchschnittlich mindestens zwei Monate beträgt“, erklärt Pfister. Ziel der ergotherapeutischen Arbeit ist es, die Pflegebedürftigkeit zu mindern, eine möglichst große Selbstständigkeit zu erreichen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Hierbei werden ebenso Hilfsmittelberatungen für die häusliche und/oder stationäre Weiterversorgung und Angehörigenanleitungen von der Ergotherapie übernommen.

Der Bereich der neurologischen Frührehabilitation bietet für Ergotherapeuten die Möglichkeit, eine intensive und individuelle Behandlung der Patienten in einem eng verzahnten interdisziplinären Team durchzuführen. Das Therapiespektrum auf der neurologischen Frührehabilitation ist spannend, umfangreich und breit gefächert. „Um die Qualität der ergotherapeutischen Behandlung aufrechtzuerhalten, suchen wir weitere engagierte und motivierte Ergotherapeuten, die Lust haben, in einem gut funktionierenden und harmonischen Team zu arbeiten. Bei uns stehen der Patient und das gemeinschaftliche Arbeiten im Team stets im Mittelpunkt,“, so Pfister.

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